MUYAN LINDENA
Bildhauer

Werke
Biographie/ Ausstellungen
Text


Textauszug Eröffnungsrede „XMAS 2015/16“ Romina Pieper, Kunsthistorikerin

"Muyan Lindena lässt seine Werke aus Dingen des Alltags entstehen. Er sucht nach intakten Gegenständen, die er, nach minutiösen Berechnungen und Vorüberlegungen, mit Hilfe einer Japansäge, auseinanderschneidet. Das Zerschneiden versteht Lindena aber nicht als destruktiven, zerstörerischen Akt, da er die Gegenstände durch das Zerteilen einer Transformation unterzieht, wodurch aus dem Objekt etwas Neues entsteht.
Bei vielen von Lindenas transformierten Objekten lässt sich die Urform noch leicht zurückverfolgen, bei anderen dauert es etwas länger und der Betrachter muss sich mit den Werken beschäftigen, bis sich ihm seine Ursprungsform offenbart. Somit spielen nicht nur persönliche Erfahrungen des Betrachters eine Rolle, sondern auch neue Sinnzusammenhänge, welche sich aus der Präsentationsform ergeben.
Ob Verpackungen, Kinderspielzeug oder andere Gebrauchsgegenstände, Lindena zerschneidet sie nach einem bestimmten mathematischen Rhythmus und setzt sie auf eine ganz neue dynamische Art und Weise wieder zusammen. Dadurch entsteht plötzlich aus einem vermeintlich banalen Alltagsgegenstand wie einem Styroporbecher, oder Bobbycar ein futuristisch anmutendes Objekt, welches dem Betrachter auf den ersten Blick von seiner Geschichte oftmals nur wenig preisgibt und somit Spielraum für persönliche Assoziationen lässt."

Romina Pieper, Kunsthistorikerin