PRESSEMITTEILUNG


19.03.2013, 19-22 Uhr KÜNSTLERVEREIN MALKASTEN - JACOBIHAUS
LIVE MUSIK- UND VIDEO-PERFORMANCE KANJO TAKÉ, EBERHARD KRANEMANN, JULIA KENT

Im Rahmen der interdisziplinären Veranstaltungs-Reihe Jacobi-Event 2013 lädt der Künstlerverein Malkasten Düsseldorf zur experimentellen Künstlerplattform des Jacobihauses ein. Im Vordergrund stehen die Begegnung spannungsgeladener Performances zwischen Künstlern unterschiedlicher Genres im Live-Auftritt eines Abends.

Am Dienstag 19.03. um19 Uhr setzen die Videoinstallationen des Medienkünstlers Kanjo Takè mit seinen aktuellen Werken INVISION und FUKUSHIMA den Nukleus für die darauffolgenden künstlerischen Interpretationen der Klang- Performer und Medienkünstler Julia Kent und Eberhard Kranemann.

Im Anschluss inszenieren die New Yorker Cellistin Julia Kent und Eberhard Kranemann, Gründungsmitglied der Musikgruppe KRAFTWERK, eine einmalige musikalische Live-Improvisation. Im Duett eröffnen die Sound-Performer unseren Gästen und Freunden der Kunst individuelle Klangwelten des 21. Jahrhunderts.

Professor Dr. Manfred Schneckenburger, Rektor der Documenta Kassel (1977/1987) führt in die Kunst des Abends ein. Es begrüsst Sie Melanie Richter, Initiatorin der Event-Reihe als Malkasten-Vorstandsmitglied mit Frank Mellinghaus, der diesen Abend mit organisiert hat. Für geistige Getränke sorgt Kay Kaul an der J.B.’s Bar und für Leibliches Wohl steht das Team der Malkasten- Gastronomie bereit.

KANJO TAKÉ- MEDIENKÜNSTLER http://www.kanjotake.com

Kanjo Takè ist Deutschjapaner, studierte Malerei an der Escuela De Bellas Artes in Granada und an der HdK Berlin verbale und visuelle Kommunikation und Fotografie. Er arbeitete für internationale Agenturen und seine Arbeiten sind in Auszügen weltweit publiziert worden. Seit 2004 ist er freier Foto-, Video- und Medienkünstler. Kanjo Takè lebt seit 2011 in Düsseldorf. In seinem Werk verbinden sich westlich-moderne und ostasiatische Tradition.

Die visuelle Installation „Invision“ stammt aus einer Werkphase von 2006. „Invision“ vollzieht den denkbar größten Sprung in die Weite des Alls, wo Gerätschaften und Betonmaschinen, Zahnräder und Schlauchbündel, Armierungseisen und Kolonnen von Schaufeln sich zu einer gewaltigen Kosmogonie vereinen. Welt-Eier und Ur- Schrauben, Archetypen für Wachstum und Konstruktion, münden in farbige Sphären.

Die Installation „Fukushima“ mit 10 Bildern leitet sich aus dem Zyklus „Nowhere“ ab. Sie setzt sich aus Düsseldorfer Realitätselementen zusammen, gepaart mit Bildelementen wie Wasserspritzern aus Hawaii und Sonnenreflexen. Eine verheerende Überschwemmungskatastrophe wird sorgfältig animiert. Der Fujiyama als wiederkehrendes Leitmotiv seiner Werke aber bleibt und symbolisiert einen „magnetischen Ort der Zuflucht im Licht.“

JULIA KENT – KLANGPERFORMERIN http://www.juliakent.com

Die kanadische Musikerin (Vancouver / British Columbia) studierte klassisches Cello an der Indiana University Bloomington. Als Gründungsmitglied des Cello-Trios „Rasputina“ produzierte sie in jungen Jahren diverse Tonträger. Ab 1999 folgten eine Vielzahl von Performances mit renommierten Künstlern, wie der amerikanischen Schauspielerin, Jazz-Sängerin und Granny-Preisträgerin Norah Jones, dem amerikanischen Film- und Opernkomponisten (Shakespeare-Sonette / Robert Wilson) Rufus Wainwright, dem weltweit gefeierten Songwriter Ryan Adams, der amerikanischen Performance Künstlerin Jarboe sowie aktuelle Projekte mit dem Musiker der „Einstürzenden Neubauten“ Jochen Arbeit in Berlin und Düsseldorf.

Julia Kent spielt auf einem speziell für ihre Bedürfnisse modifizierten Elektro-Cello, das sie befähigt über digitale Sampling-Frames und Loop-Techniken Live-Partituren zu realisieren. Ihr künstlerischer Wirkungsraum beschreibt Nordamerika sowie Europa. Mit ihrem Repertoire spannt sie einen Bogen von Live-Performances bis zu Inszenierungen von Soundtracks für Theater- und Filmproduktionen. Julia Kent lebt heute in New York.

EBERHARD KRANEMANN – NEW MEDIA ART www.e-kranemann.de

Eberhard Kranemann erlernte das Kontrabass-Spiel am Dortmunder Konservatorium, spielte klassische Orchestermusik und Jazz und studierte Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo er 1971 zum Meisterschüler ernannt wurde. Parallel zu seinen Experimenten mit Farbklängen in der abstrakten Malerei experimentierte er mit Klangfarben in der Musik, gründete mit Freunden die Gruppe KRAFTWERK, spielte bei NEU!, entwickelte das Multimediaprojekt FRITZ MÜLLER und zahlreiche CD-Produktionen, Konzerte, Ausstellungen im In - und Ausland.

Performances entstanden unter anderen mit Joseph Beuys (Düsseldorf), A.R. Penck, H.G. Kehse (Berlin), BrindlArt, CrossOverMedia, (Wuppertal), Faust (Hamburg), Yoichiro Kita, Yukino Nono (Tokyo), Nurse With Wound (London), Experimentallabor (Düsseldorf), VJ Chuuu (Tokyo), Critical Art Ensemble (Documenta Kassel), Sound Art Works (Eremitage- Museum, St. Petersburg, Russland – New Media Festival), Usaginingen (Berlinale – Directors Lounge Berlin).

In der Malerei löste er sich vom klassischen Bildformat und entwickelt Farbrauminstallationen, Farbobjekte und Farbperformances. Er kombiniert Kunst und Musik: Farbklänge und Klangfarben und zeigt Klang-Kunst-Videos auf internationalen Festivals.

Künstlerverein Malkasten – Jacobistr. 6a – 40211 Düsseldorf – www.malkasten.org - info@malkasten.de - +49 211 356471