PRESSEMITTEILUNG ZU BEAST OF PREY




Beast and Feast of Præy
[bi:st] [ænd] [fi:st] [Əv] [prei]
(Raubtier und Opfermahl oder betende Bestie und Gebetsmahl)

PERSONEN
André Yuen, Video und Film
Frank Schablewski, Dichtung und Stimme
Eberhard Kranemann, Klangkunst, Video, Film
Peter Gahn, elektronische Musik
Ina Sladic, Tanz

Der Schauplatz ist die dOCUMENTA13, das Gelände des Kasseler Hauptbahnhofs, Pavillon Nr. 42. Im Zentrum des Raums stehen zwei einfache Tische mit drei Videobeamern, einem Mischpult, drei DVD - Playern und diversen elektronischen Klangerzeugern.
In dem Raum steht ein Stuhl für die Tänzerin und ein Notenständer für die Manuskripte des Dichters. In dem Titel der Performance spiegelt sich die Parallelwelt der Kunst, der Musik und des Tanzes wie der Sprache wider. Beute und Gebet werden im Englischen gleich ausgesprochen (siehe Lautschrift). Dadurch erfährt der eigentliche Begriff eine zusätzliche Dimension, wie es die hier vereinten Künste für die Realität bedeuten.
Um die Themen „Liebe und Gewalt“, „Tod und Entstehung“ drehen sich die künstlerischen Darstellungen zu einem einzigartigen, ästhetischen Kosmos, der sich mit neuen Medien auf den ganzen Innenraum ausdehnt. Dichtung, Musik und Tanz verschmelzen performativ in diesen Farbwelten und Lichtspielen der Videos zu einer neuen Dimension, die den ganzen Raum durch die Filmprojektionen in Kunstsphären verwandelt. Ein synästhetisches Fest beginnt. Kompositionen aus Bild, Film und Musik vereinen sich mit musikalischen, filmischen Improvisationen. Tanz und Dichtung phantasieren mit den visuellen und akustischen Elementen und schaffen so neue Arrangements aus Bewegung und Sprache zu Film und Musik.

André Yuen (*1971 in Recklingshausen) Nach seinen Studien an den Akademien und Universitäten, Dortmund, Essen Folkwang, Neue Züricher Kunstschule und Ruhrakademie arbeitete u.a. in Hong Kong, New York und Berlin und lebt heute in Düsseldorf. Yuens Arbeiten wurden u.a auf der Bienale Liverpool, Art fair Köln, Cutlog Paris, C.A.R. Essen, Langen Foundation, Art Karlsruhe, SOTODO Festivial Contemporary art center, Sacramento, USA, Museum Kunstpalast, Düsseldorf , State Russian Museum, St. Petersburg, gezeigt.

Frank Schablewski (*1965 in Hannover) hat Kunst und Literatur studiert, später auch Tanz. Längere Auslandsaufenthalte in der Türkei und in Israel. Einladungen zu europäischen Poesiefestivals in die Türkei, die Schweiz und nach Österreich und Deutschland. Veröffentlichungen u.a.: Liebesgedichte von Walt Whitman,2011(Ü); Nebengeräusche, 2005; Eros Ionen, 2003. Verschiedene Preise und Stipendien.
www.rimbaud.de/schablewski.html

Eberhard Kranemann (*1945 in Wismar) spielte klassische Orchestermusik und Jazz und studierte Malerei an der Düsseldorfer Kunstakademie, 1971 Meisterschüler. Parallel zu seiner abstrakten Malerei experimentierte er mit Musik, gründete mit Freunden die Gruppe KRAFTWERK, spielte bei NEU! und entwickelte das Multimediaprojekt FRITZ MÜLLER. Zahlreiche CD - Produktionen, Konzerte, Ausstellungen im In - und Ausland. Performances u.a. mit Joseph Beuys (Düsseldorf), A.R. Penck, Faust (Hamburg), Yoichiro Kita, Yukino Nono (Tokyo), Nurse With Wound (London). KlangKunstVideos.
www.e-kranemann.de

Peter Gahn (*1970, Münster) arbeitete nach Abschlüssen in Komposition an der Folkwang Hochschule Essen bei Nicolaus A. Huber und Ludger Brümmer und Tokyo National University of Fine Arts & Music bei Jo Kondo für weitere vier Jahre in Japan als Komponist und Hochschullehrer. Seit 2005 lebt er als Komponist in Düsseldorf. Aufenthalte als Gastkünstler am ZKM Karlsruhe, in der Cité Internationale des Arts, Paris und am Seoul Art Space Geumcheon. Seine Werke wurden u.a. auf den internationalen Festivals ICMC Hong Kong, ISCM Weltmusiktage Yokohama, MaerzMusik/Berliner Festspiele, Takefu Festival Japan, Gaudeamus International Music Week Amsterdam und Ultraschall Festival Berlin, in der Tonhalle Düsseldorf, Konzerthaus Berlin von Ensemble Modern, Musikfabrik NRW aufgeführt und mit dem Irino-Preis ausgezeichnet.
www.petergahn.de


Ina Sladic (1986, Zagreb, Kroatien) studierte nach ihrem Abschluss an der Schule für zeitgenössischen Tanz in Zagreb, an der Folkwang Universität der Künste, wo sie u.a. mit Malou Airaudo, Dominique Mercy, Juan Kruz Garnaio Esnaola und David Zambrano arbeitete. Nach ihrem Abschluss 2011 Projekte mit verschiedenen Choreografen (Johannes Wieland, Xavier Le Roy) . Sie ist z.Z. als Gasttänzerin in der Compagnie Fredewess (Hannover) tätig. Auf der Ruhrtriennale 2012 wird sie im August Arbeiten von Marina Abramovic, sowie Joan Jonas aufführen.